Hände weg vom Wedding: Unsere Aktionen am 30.April und 1.Mai

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Die Welt steht am Abgrund eines neuen großen Weltkriegs. Um diesen zu verhindern, braucht es uns alle mit all unserer Kraft!

Die Kriegsvorbereitungen sind unübersehbar: Wiedereinführung der „Wehr“pflicht, (mögliche) Musterungszentren in leerstehenden Kaufhäusern, Steuermilliarden für die Rüstungsindustrie, Bundeswehrwerbung überall und immer lauter werdende Forderungen nach Riesenarmee und nuklearer Bewaffnung Deutschlands. Auf der andere Seite werden unsere Lebensbedingungen als Arbeiter:innen immer unsicherer und teurer: Inflation, Einschnitte beim Bürgergeld, bei Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung,  Angriffe auf mühsam erkämpfte Rechte wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, den Achtstundentag und Teilzeitarbeit. Wir sollen mehr arbeiten, können uns dafür aber immer weniger leisten.

Angesichts dessen widmen wir unsere Aktivitäten in diesem Jahr ganz dem Kampf um den Frieden. Von unserer erfolgreichen Entrüsten-Friedenskonferenz ausgehend, wird unsere traditionelle Kiezdemo in diesem Jahr der Höhepunkt einer breiten Friedenskampagne im Wedding sein.

Daher wird die Kiezdemo nicht wie üblich am 30. April, sondern am Anti-Kriegs-Tag, dem 1. September, stattfinden. Seit 1946 wird an diesem Tag mit dem Leitspruch „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“  dem Angriff Deutschlands auf Polens und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs gedacht.An diese Tradition wollen wir in Zeiten der Kriegsvorbereitung und Soziallabbau anknüpfen.

Die jährliche Demonstration am 30. April hatte seit 2012 eine kämpferische Tradition. Sie hat laustark die Kämpfe im Kiez gegen Ausbeutung und Unterdrückung, für soziale Gerechtigkeit, auf die Straße getragen. Nicht zuletzt hat sie den Anstoß zur Gründung von „Hände weg vom Wedding“ gegeben. 

Daher wollen wir auch dieses Jahr Gelegenheit geben, mit uns zusammen den Auftakt zum ersten Mai zu begehen:

Ab 17:30 Uhr wird am 30.04. an der Wiesenstraße/ Uferstraße unser alljährliches Blutmaigedenken stattfinden. Gemeinsam erinnern wir an die blutige Niederschlagung der Arbeiter:innenproteste am 1. Mai 1929 im Wedding und Neukölln.

Am 1. Mai 2026 werden wir mit einem starken antimilitaristischen Ausdruck auf die Straße gehen:

um 11 Uhr beim Klassenkämpferischen Block auf der DGB-Demo. Kampf um den Frieden heißt auch Kampf um die Gewerkschaften. Wenn in Krisenzeiten mit sicheren Arbeitsplätzen in der Rüstungsindustrie und im Militär gelockt wird, braucht es starke friedenspolitische Stimmen im Arbeitskampf. Denn Krieg ist nie im Interesse der Lohnabhängigen.

Um die Ursachen zu überwinden, die Kriege immer wieder hervorbringen, braucht es mehr: eine sozialistische Perspektive. Daher beteiligen wir uns auch ab 18 Uhr am antimilitaristischen Block der revolutionären Demonstration am 1. Mai.

Wir feuen uns euch zu sehen:

  • 30. April 2026, 16:30 Martha-Ndumbe-Platz Stadtführung zum Blutmai // 17:30 Uhr, Wiesenstraße/ Uferstraße, Blutmaigedenken
  • 1. Mai 2026, 18 Uhr, Oranienplatz, im Anti-Kriegs-Block auf der Revolutionären 1. Mai-Demonstration
  • 1. Mai 2026, ab 16 Uhr, Offenes Kiezhaus (Afrikanische Straße 74)
  • 1.September 2026: Auf zum Anti-Kriegstag im Wedding (genauer Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben)

„Es [ist] die vornehmste Aufgabe, den Militarismus […] bis aufs Messer zu bekämpfen.“ (Karl Liebknecht)

Hände weg vom Wedding - https://www.unverwertbar.org

Blutmai-Gedenken 30.04.2026: Der Rote Wedding vergisst nicht!

Blutmai 1929: Gedenken und Stadtspaziergang

30.April 2026
16:30 Stadtspaziergang
17:30 Gedenken

In Zeiten von Aufrüstung und sich verschärfenden globalen Konflikten kann uns ein Blick in die Vergangenheit helfen, um aktuelle Entwicklungen zu verstehen. Am Vorabend des Ersten Mai schauen wir deshalb gut 100 Jahre zurück: Gemeinsam gehen wir auf Spurensuche und folgen den Kämpfen der Arbeiter*innen des Roten Weddings.

Heute erinnert das Stadtbild kaum noch an die Geschichte und Kämpfe der sozialistischen Bewegung, an den aufkommenden Faschismus und an die Brutalität der Herrschenden, welche die bestehende Ordnung aufrecht erhalten sollte. Auf unserem Stadtspaziergang zum Blutmai 1929 werden wir uns sowohl die Ereignisse der Barrikadenkämpfe, als auch deren Vorgeschichte und die Nachwirkungen bis in unsere Gegenwart anschauen.

Beim anschließenden Gedenken möchten wir uns die Zeit nehmen, denjenigen zu gedenken, die im Wedding den gleichen Kampf wie wir geführt haben. Wir erinnern uns an die Arbeiter:innen und Genoss:innen, die im Jahre 1929 von der Berliner Polizei getöten wurden. Wir erinnern uns gemeinsam an den Weddinger Blutmai.

Wir freuen uns, wenn ihr Blumen und/oder Kerzen mitbringt.

Der kostenfreie historische Rundgang startet pünktlich am 30. April um 16:30 Uhr auf dem Martha-Ndumbe-Platz. Um 17:30 Uhr beginnt die Gedenkveranstaltung am Blutmaistein (Wiesenstraße Ecke Uferstraße). Danach gibt es noch ein gemeinsames Abendessen in der Roten Ella (Buttmannstr. 1a).

Stadtteilkomitee Wedding
Hände weg vom Wedding

Quelle: https://www.unverwertbar.org/aktuell/2026/9960/

Instagram-Video: 30.4. TENSION at Berlin's PRE-MAY DAY DEMO Protests →

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https://www.instagram.com/p/C6ZUYaeNdQz/

by red. redstreamnet & 65organize

Berlin police attacked the annual May Day eve protest, Tension mounted in Berlin as approximately 2,000 people took to the streets for the annual May Day eve protests, fueled by outrage over the ongoing Gaza genocide. red. Media is on the ground.

The protest was met with a massive police presence, with authorities deploying 3,000 officers to manage the situation and imposing harsh restrictions on the protesters. The Berlin police have announced plans to deploy nearly 6,000 units on May Day, expecting confrontations on the streets.

Instagram-Video: 30.4. POLICE ATTACKED the annual MAY DAY EVE protest after DEMO in Berlin-WEDDING →

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https://www.instagram.com/p/C6ZaZUXL5hz/

by red. redstreamnet & 65organize

Berlin police attacked the annual May Day eve protest, which this year centered on Germany's complicity in the Gaza genocide. red. Media reporters on the ground were among those assaulted by police, who also forcefully arrested at least one person. The quick reaction and unity of the protesters prevented further arrests.

Video footage shows police officers lashing out at the protesters. The pretext for this raid was created by the authorities beforehand, who had imposed strict restrictions on the demonstration. Berlin has become the epicenter of Germany's crackdown on Palestinian activism.

Authorities announced plans to mobilize nearly 6,000 police units across Berlin for the upcoming May Day protests, indicating a heavy crackdown. Despite the intimidation, organizers remain resolute in their demand for an end to Germany's role in the genocide in Gaza.

Stadtteilkomitee WEDDING: Historischer KIEZSPAZIERGANG

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Am Samstag machen wir einen Kiezspaziergang zur roten und widerständigen Geschichte unserer Straße.

Wir treffen uns um 13:30 vor der Buttmannstrasse 1a. Kommt rum!

30.4.2024: DEMO gegen Krieg und Sozialabbau im WEDDING

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Für Frieden und soziale Gerechtigkeit! Nein zu Krieg, Sozial- und Grundrechtsabbau!

https://www.unverwertbar.org/aktuell/2024/8731

18 Uhr | Leopoldplatz, Berlin-Wedding

Demoroute: (Start) Leopoldplatz – Müllerstraße – Utrechter Str. – Maxstraße – Schulstraße – Reinickendorfer Str. – Gottschedstraße – Exerzierstraße – Badstraße – U-Bhf. Gesundbrunnen (Abschluss)

„Der 30. April ist seit mehr als 10 Jahren unser Kampftag im Wedding, an dem wir uns – vor dem 1. Mai – die Straße nehmen! Schließt euch dem Protest gegen Krieg, Sozial- und Grundrechtsabbau an!”

Zusammen für Frieden und soziale Gerechtigkeit!
Stoppt das Morden in Palästina und in der Ukraine!