PRESSEMITTEILUNG 01.04.2026 (Bündnis Revolutionärer 1.Mai)

Freiheit, Frieden, Solidarität – Weil wir nicht vergessen haben, wofür wir am 1. Mai kämpfen!

Ein breites Bündnis ruft in diesem Jahr am Kampftag der Arbeiter*innen zur revolutionären 1.Mai-Demonstration in Berlin auf. Unter dem Motto „Freiheit. Frieden. Solidarität“ wird die Demonstration um 18 Uhr am Oranienplatz beginnen und durch Kreuzberg und Neukölln führen.

Solidarität und Widerstand gegen Krieg, Kriminalisierung und Krise stehen in diesem Jahr im Zentrum: Der Kampf für Frieden heißt Widerstand gegen die sich ausbreitenden Angriffskriege im Iran und Libanon, den anhaltenden Genozid in Gaza, dem Austragen von Kriegen um Ressourcen und Macht auf dem Rücken von arbeitenden Menschen weltweit.

Frieden heißt Unterstützung für globale Befreiungskämpfe statt imperialen Interessen. Frieden heißt Widerspruch gegen Krieg und Aufrüstung, gegen Militarisierung nach außen wie nach innen.

Im Namen der Zeitenwende werden unsere Mitschüler*innen, Geschwister, Kinder und Nachbar*innen der Wehrpflicht ausgesetzt, jeder Widerspruch mundtot gemacht. In migrantischen Arbeiter*innenvierteln wie dem Berliner Wedding oder Köln-Kalk werden Fabriken umgebaut, um Munition zu produzieren, für Waffen, die weltweit morden und am Ende nur Aktionären von Deutschland bis in die Golfstaaten Profite bringen.

Den Kampf für Freiheit verstehen wir als Freiheit für die politischen Gefangenen, Antifaschist*innen und palästinasolidarischen Aktivist*innen, die wie Maja T. und den Ulm5 völlig überzogenen Strafprozessen ausgesetzt sind und medial zur Schau gestellt werden. Bewegungsfreiheit angesichts eines mörderischen Asylsystems, das Hunderttausende in Abschiebehaft einsperrt und an den EU-Außengrenzen erschießen und ertrinken lässt.

Freiheit im Sinne der Freiräume in unseren Kiezen, der Parks und Jugendzentren, die durch Sozialabbau und „Law and Order“ Politik geschlossen, überwacht und kaputtgespart werden. Gerade deshalb verläuft die Demonstrationsroute am Görlitzer Park und auf der Sonnenallee – gegen die massive polizeiliche Gewalt und Überwachung, die an beiden Orten herrscht. Freiheit auch von patriarchaler Gewalt hin zu Selbstbestimmung über unsere Leben und unsere Körper – unabhängig von Identitäten und Zuschreibungen.

Solidarität nicht mit Staaten, Regierungen oder falschen Versprechen feministischer oder demokratischer Befreiung durch amerikanische Bomben Made in Germany, sondern mit den Unterdrückten weltweit – mit den Kämpfen um Befreiung von Patriarchat und kolonialer Ausbeutung, um ein Ende imperialer Kriege im Interesse des Kapitalismus.

Solidarität in unserer Stadt, in unseren Kiezen, mit allen die weggespart, weggesperrt, überwacht und abgeschoben werden.

Heraus zum 1.Mai!

Bündnis Revolutionärer 1.Mai

Alle Infos: https://1maiberlin.noblogs.org