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Walpurgisnacht 2015: Antikapitalistische Demo im Wedding

20.04.2015

Antikapitalistische Demonstration
Organize – gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung
30.04.2015 / 18:30 Uhr / U-Bhf. Leopoldplatz (Berlin-Wedding)

Website mit Terminen der Aktionswoche 24.04. – 01.05.2015
Aufruf 2015

Organisiert euch – gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!

Die Stadt gehört uns allen!
Jeder Mensch in Berlin trägt dazu bei, dass die Stadt so ist, wie wir sie kennen. Wir gestalten an jedem Tag unsere Wohnungen, unsere Straßen, unsere Nachbarschaften. Jede*r auf eine eigene Art und Weise. Wie überall in Berlin verändern sich viele Kieze – auch der Wedding. Diese Veränderungen sind mit zahlreichen Problemen verbunden. Vor allem, weil einige Wenige an dem verdienen wollen, was alle gemeinsam gestalten. Häuser werden verkauft oder saniert, Mieten steigen. Wer sich seine Wohnung nicht mehr leisten kann, muss umziehen oder wird schlimmstenfalls zwangsgeräumt. Der Senat schaut dabei tatenlos zu. Oder er unterstützt solche Prozesse als Aufwertung von “Problemkiezen”. Quartiersmanagements und Stadtteilvertretungen unterstützen die Verdrängungen mit der Illusion, dass alle Bürger*innen diese Politik mitgestalten können. Doch wir müssen das nicht hinnehmen. Was wir gemeinsam gestalten, können wir auch gemeinsam verteidigen – selbstorganisiert, von unten.

Wir sind überall

20.04.2015

Plakat/Flyer für antikapitalistische Walpurgisnacht im Wedding, Klassenkampf-Block auf der Gewerkschaftsdemo & rev. 1. Mai. Link: Plakat/Flyer

Revolutionäre 1. Mai Demoroute in den kommenden Tagen klar

19.04.2015

Bislang ist klar: die Demonstration wird am Spreewaldplatz starten, durch Kreuzberg 36, „Kreuzkölln“ und Neukölln über den Hermannplatz ziehen und dann wieder zurück in den Kreuzberger So36 Kiez führen, mit bislang anvisierten Endkundgebungsort am Lausitzer Platz. Wie in jedem Jahr ist es aber bei einer „Anmeldung“ einer Demo nicht getan, denn die Polizei versucht immer wieder bei AnmelderInnen-Gesprächen Routenänderungen durchzudrücken, um für sich günstige Bedingungen für gewalttätige Willkürmassnahmen zu schaffen. In den kommenden Tagen werden wir die festgelegte Demonstrationsroute dann hier veröffentlichen.

Jugendblock auf der 1. Mai Demo

19.04.2015

Gegen die Seuche des Kapitalismus –
Jugendblock auf der Revolutionären 1.Mai-Demo

von und mit

ver.di Jugend Berlin/Brandenburg
Antifaschistische Linke Jugend Berlin
Junge GEW/ GEW-Studis Berlin
SDAJ Berlin
Refugee Schulstreik Berlin
Linksjugend [solid] Berlin Kreuzkölln

Erklärung politischer Gefangener zum 1. Mai 2015

19.04.2015

Gemeinsame Erklärung politischer, kämpfender, widerständiger Gefangener zum 1. Mai 2015

Gefangene aus verschiedene Spektren haben zum 1. Mai 2015 einen gemeinsamen Aufruf verfasst, um sich als handelndes Kollektiv zu Wort zu melden und damit auch außerhalb der Knastmauern sichtbar zu sein. Wir unterstützen diese Initiative und geben den Gefangenen mit diesem kurzen Flugblatt die Möglichkeit ihre Stimme auch in Abwesenheit zu erheben.

Great Crisis Riseup 4: Battlefield Europe

19.04.2015

Great Crisis Riseup 4: Battlefield Europe
End the Game – Conquer Capitalism – Build a new World

LIVE!!!Am 1.Mai in Berlin-Kreuzberg und vom 3.-8.Juni in Elmau bei Garmisch Partenkirchen!!!

Das Szenario:

Wird befinden uns in Europa im frühen 21sten Jahrhundert. Der Kontinent ist fest im Griff einer wirtschaftlichen Krise. Griechenland taumelt am Abgrund und in der Ukraine liefern sich USA,EU und Russland einen blutigen Stellvertreterkrieg. Aus den von Krieg und Ausplünderung bereits komplett verwüsteten Regionen im Nahen Osten und Afrika versuchen immer mehr Menschen sich zu retten, aber die Mächte des alten Europa schotten sich mit militärischen Mitteln ab. Das Mittelmeer wird zum Massengrab . Währenddessen ist die Stimmung auch innerhalb der Festung schlecht. Der Traum des Wohlstandes ist ausgeträumt, Verbitterung und Perspektivlosigkeit machen sich breit. Ganze Bevölkerungsschichten versinken in Armut, Ghettos wachsen an und ein Polizeistaat bildet sich. Auf den Straßen paart sich Ohnmacht mit Aggressivität, der Kampf um den Zugang zu den Futtertrögen wird immer brutaler. Die Schwachen bleiben auf der Strecke. Die Säulen der alten Ordnung beginnen zu faulen. Nach Jahrhunderten der Verarmung, Ausbeutung und Zurichtung des gesamten Erdballs nach seinen Maßstäben, findet der freie Markt nicht mehr genug zahlungskräftige Nachfrage um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Die Akkumulationsmaschine hat sich heißgelaufen, die Zeiten der Wirtschaftswunder sind vorerst vorbei, das Elend kommt zurück nach Europa. Doch am von Rauchschwaden verdunkelten Horizont deuten sich verschiedene Alternativen zu der zerfallenden alten Ordnung an. Es ist an der Zeit für einen „Great Crisis Riseup“…

Demotraining für den 1. Mai

19.04.2015

Am Sonntag, dem 26. April, ab 14 Uhr bis 16 Uhr, wird die Jugendorganisation REVOLUTION wieder ein Demotraining für den Revolutionären 1. Mai organisieren, mitten im Kreuzberger Kiez SO36, auf dem Mariannenplatz. Dabei soll u.a. gezeigt werden, wie man in „Ketten“ läuft, oder wie man sich bei Festnahmen verhält – wie man einen Block organisiert, der auch Angriffen der Polizei standhalten kann.

Mobivideo zum Revolutionären 1. Mai

19.04.2015

Mobilisierungsvideo der Neuen antikapitalistischen Organisation (NaO) zum internationalistischen Block unter dem Motto „Berlin, Athen, Kobane: die letzte Schlacht gewinnen wir!“

Die letzte Schlacht gewinnen wir!

19.04.2015

Berlin, Athen, Kobanê – die letzte Schlacht gewinnen wir!

Heraus zum revolutionären 1. Mai in Berlin!

Aufruf der NaO Berlin

Die Diktate aus Berlin und Brüssel gegen Griechenland, die Konfrontation der NATO mit Russland, das Morden des „Islamischen Staates“ im Irak und Syrien sind nur einige Beispiele dafür, dass Krise und Krieg weiter wüten.
Die Neuaufteilung der Welt, der Wettkampf der imperialistischen Staaten um Märkte, Rohstoffe und Einflusssphären spitzt sich weiter zu.

Sozialismus oder Barbarei!

Am Vorabend des Ersten Weltkrieges skizzierte Rosa Luxemburg die politische Alternativstellung klar. Heute stehen wir am Beginn eines ähnlichen Wendepunkts der historischen Entwicklung – entweder wir kämpfen für eine sozialistische Gesellschaft oder wir versinken in der imperialistischen Barbarei von Krieg, Hunger und Verelendung.

Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

15.04.2015

Gemeinsamer Aufruf des Bündnisses zum 1. Mai 2015

Heraus zum Revolutionären 1. Mai!
Gegenmacht aufbauen!
Für die soziale Revolution, weltweit!

Weltweit verschlechtern sich die Arbeits- und Lebensbedingungen. In Deutschland steigt seit Jahren die Zahl der Armen, trotz angeblich sinkender Erwerbslosigkeit und auf der anderen Seite extrem wachsendem Reichtum. Mittlerweile besitzen weltweit die 80 reichsten Menschen so viel wie 3,5 Milliarden der ärmsten Menschen. Die soziale Ungleichheit beruht auf der Ausbeutung der Lohnabhängigen im Kapitalismus. Vor allem in der Krise werden nationalistische und rassistische Kräfte gestärkt und lenken vom Klassengegensatz ab.

Heraus zum 1. Mai

11.04.2015

In die Offensive! Vom Widerstand gegen Gentrifizierung zum Aufbau von Gegenmacht.

Die Bezirke, in denen wir einst wohnten, haben sich verändert. Es wird teuer, zu teuer für uns und für viele andere, die aus Kreuzberg, Friedrichshain, Neukölln verdrängt werden. Freiräume verschwinden, gewachsene soziale Milieus, Freundeskreise, Nachbarschaften werden zerrissen. Es entstehen Luxusappar-tements, Carlofts, überteuerte Restaurants. Polizeiliche Maßnahmen sollen die Konformität in den Kiezen absichern, wer nicht ins Raster passt, soll weichen. Jenseits der Innenstadtbezirke lebt man in den Platten-bausiedlungen von Hellersdorf, Marzahn, Köpenick, Neukölln-Britz ohne den Charme, den Berlin sich so gerne auf die Fahnen schreibt, in einem noch viel graueren Alltag, der nicht selten von Armut und Perspektivlosigkeit geprägt ist.

Darauf, wie die Stadt, die wir als Bauar-beiterInnen, KellnerInnen, Kulturschaffende, ReinigungsarbeiterInnen und in vielen anderen Berufen produzieren, gestaltet wird, haben wir kaum Einfluss. Es sind diejenigen, die mit Grundstücken und Immobilien Profit machen, und deren politische Repräsentanten von Grün bis Schwarz, die entscheiden, wie die Stadt aussehen soll und wer wo zu leben hat. Bist du nicht wohlhabend genug, dann wohn eben nicht in Mitte oder Kreuzberg. Die Mieten werden unbezahlbar, die Löhne sind niedrig, viele haben überhaupt keine Arbeit, mit der sie über die Runden kommen. Wer nicht bezahlen kann, wird zwangsgeräumt oder findet erst gar keine Wohnung. Denn für den Kapitalismus sind nicht wir und unsere Bedürfnisse der Maßstab, sondern die endlose Anhäufung von Kapital.

Vom Widerstand …

Gegen Gentrifizierung und Verdrängung gibt es seit langem Widerstand. Demonstrationen wie die antikapitalistische Walpurgisnacht und der revolutionäre 1. Mai haben das Thema aufgegriffen. Bündnisse wie „Zwangsräumung verhindern“ versuchen, praktisch dort zu intervenieren, wo Menschen mit Gewalt aus ihren Wohnungen und Vereinsräumlichkeiten vertrieben werden sollen. Andere Gruppen wählen den Weg direkter Angriffe auf Luxusimmobilien oder die Büros der Verantwortlichen. Der Widerstand ist vielfältig, auch wenn er noch wachsen muss, um wirklich Wirkung zu zeigen.

Wollen wir einen Schritt weiter gehen, über die ersten Formen des Widerstands hinaus, hilft uns ein Blick in andere europäische Länder, von deren Bewegungen wir lernen können. Auch bei den Massenaufständen auf dem Athener Syntagma-Platz, der Puerta del Sol in Madrid und im Istanbuler Gezi-Park spielte der Kampf um das „Recht auf Stadt“ eine wichtige Rolle. Dieser Kampf hat viele Ebenen: „Die Frage, welche Art von Stadt wir wollen, kann nicht getrennt werden von der Frage, welche sozialen Beziehungen, welche Beziehung zur Natur, welche Lebensweisen, Technologien und ästhetischen Werte wir uns wünschen. Der Kampf um das Recht auf Stadt ist weit mehr als das um den individuellen Zugang zu urbanen Ressourcen. Er ist der Kampf um das Recht, uns selbst zu verändern, indem wir die Stadt verändern“, schreibt David Harvey.

Die Menschen begannen, sich öffentliche Plätze anzueignen, diskutierten in Stadtteilforen und Räten, und schufen so ihre eigenen Entscheidungs- und Organisationsstrukturen. Es entstanden Kooperativen und Formen der gegenseitigen Hilfe und Selbstermächtigung. In Istanbul wurde ein Haus besetzt und zur selbstorganisierten Klinik umfunktioniert, im Armenviertel Küçük Armutlu wird ohne Genehmigung und Zustimmung des Staats selbst gebaut und umgestaltet, die Errungenschaften werden militant verteidigt. In Griechenland schlossen sich AktivistInnen zu Nachbarschaftszentren zusammen und teilten ihre Fähigkeiten und Ressourcen.

… zur Offensive

Damit wir aus den defensiven Kämpfen in die Offensive kommen, brauchen wir ein Konzept von Gegenmacht. Wir müssen uns Infrastruktur schaffen, von der aus wir Kerben in das Bestehende schlagen können. Ein Projekt, das in diesen Bereich fällt, ist die Erkämpfung eines sozialen Zentrums. Viele Orte des gemeinsamen Lebens, Schaffens, Träumens sind uns über die Jahre genommen worden.

Es ist an der Zeit, das wir uns wieder mal etwas nehmen. Also: Wir wollen uns ein soziales Zentrum aneignen und gemeinsam aufbauen. Wir brauchen einen Ort, an dem es möglich ist, sich zu treffen, zu diskutieren, zu arbeiten, zu lachen, zu feiern – und vor allem zu kämpfen. Direkte Solidarität zu üben, sich zusammenzuschließen und sich zu unterstützen; einfach gesagt, einen Ort, um gemeinsam Pläne für eine bessere Zukunft zu schmieden und eine Gegenmacht zu dem, was wir so hassen, aufzubauen.

Dieser Ort soll nicht erbettelt, sondern genommen werden. Wir werden nicht mit Immobilienhaien in den Ring steigen, um ein überteuertes Haus zu kaufen. Wir werden auch keine Miete für einen Ort zahlen, in dem ArbeiterInnen, Studierende , Kinder – schlicht die Menschen dieser Stadt – zusammenkommen. Denn es gibt genügend Häuser, die nur zur Spekulation leerstehen. Die revolutionäre 1.Mai-Demonstration ist für uns der passende Anlass, um damit zu beginnen, unsere Forderungen in die Tat umzusetzen!

Wir holen uns gemeinsam das soziale Zentrum!

Wir holen uns die Stadt zurück!

Antikapitalistische-Demo „Organize!“
30.04.2015 | 18:30 Uhr | Leopoldplatz (Wedding)

DGB-Demo: Klassenkämpferischer Block
01.05.2015 | 10:00 Uhr | Hackescher Markt (Mitte)

Revolutionäre 1.Mai-Demo: „Wir sind überall“ Block
01.05.2015 | 18:00 Uhr | Spreewaldplatz (Kreuzberg)

– radikale linke | berlin