AUFRUF: Sozialistischer Block auf der revolutionären 1. Mai-Demo

1. Mai: gegen ihre kriege – soziaalismus unsere perspektive

Die Welt befindet sich im Umbruch.

Ständig neu ausbrechende Kriege und Krisenherde, der Aufschwung faschistischer Kräfte, Umweltkatas-trophen. Aktuell werden wir Zeug:innen davon, wie eine jahrzehntelange Weltordnung ins Wanken gerät. Die imperialistischen Mächte sind auf Kriegskurs. In den letzten Monaten haben wir immer neue Eskalationen gesehen, ob im Iran oder in Venezuela. Wir haben gesehen, wie die Frauenrevolution in Rojava, die seit über einem Jahrzehnt ein Hoffnungsschimmer für antiimperialistische Kämpfe ist, massiv angegriffen wird. Und wir haben gesehen wie der Genozid in Palästina weiter fortgeführt wird.

Auch in Deutschland bekommen wir den Kriegskurs zu spüren: Hunderte Milliarden werden für Aufrüstung ausgegeben und immer mehr Schritte in Richtung Wehrpflicht unternommen. Die Jugend soll in den Krieg ziehen, während Schulen verkommen, Jugendclubs geschlossen werden und über 2 Millionen Kinder in Kinderarmut leben. Doch bei den letzten Schulstreiks haben zehntausende widerständige Jugendliche gezeigt: Wir kämpfen nicht für die Kriege der Herrschenden!

Die Aufrüstung des deutschen Staats geht zudem einher mit Kürzungen, Reformen und Sparmaßnahmen in anderen Bereichen. Denn die Kosten der Krisen und Kriege sollen auf unseren Rücken ausgetragen werden: Wir sollen mehr arbeiten, mehr zahlen und weniger bekommen. Das zeigen uns die Angriffe auf den 8-Stunden-Tag, das Recht auf Teilzeitarbeit und die Reform des Bürgergelds deutlich. Sogar vor Kürzungen im Gewaltschutz für Frauen schreckt der deutsche Staat nicht zurück. Trotz der haarsträubend hohen Zahlen an Femiziden und häuslicher Gewalt hat der Berliner Senat für 2026 pauschale Kürzungen bei allen Frauenprojekten von durchschnittlich 2% vorgenommen. Wir können klar erkennen: Der deutsche Staat schützt uns nicht!

Stattdessen steigen auch die Repressionen gegen uns immer weiter an: In Berlin wurde mit dem neuen Polizeigesetz mehr staatliche Kontrolle durch Kl-Überwachung und Staatstrojaner möglich gemacht. Und auch auf den Straßen wird die Polizei immer brutaler. Das sehen wir an der Palästina-Bewegung und antimilitaristischen Protesten, aber auch bei rassistischen Polizeimorden.

Währenddessen rollt der deutsche Staat Faschos den roten Teppich aus, wenn er junge Antifaschistinnen kriminalisiert und Gewalt gegen unsere LGBTI+ Geschwister zulässt.

Diese Entwicklungen sind kein Zufall. In Krisenzeiten setzt der Staat immer mehr auf die innere Aufrüstung und Militarisierung, auf größtmögliche Überwachung und Repressionen gegen unsere Klasse. Doch wir sind dem nicht schutzlos ausgeliefert. Ganz im Gegenteil, jetzt ist die Zeit Widerstand zu organisieren und unsere Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Denn wir wissen, dass der Kapitalismus kein Naturgesetz und der Aufbau einer neuen Gesellschaft, dem Sozialismus, möglich ist.

International haben die Jugend, Arbeiterinnen und Unterdrückte gezeigt - von den Aufständen in Nepal bis zu den Generalstreiks in Italien und den USA, vom Widerstand in Rojava bis zu den Massenprotesten im Iran: unsere Klasse kämpft!

Lasst uns am 1. Mai, dem Kampftag der Arbeiterinnenklasse, all unsere Wut auf dieses System und all unsere Hoffnung für eine neue Gesellschaft auf die Straßen bringen!

Young Struggle
Kommunistischer Aufbau
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Rebell
Zora
Föderation klassenkämpferischer Organisationen