AUFRUF: Antirassistischer Feministischer Block auf der Revolutionären 1.Mai Demo

Gegen Kriege, Patriarchat und Ausbeutung!

Lauft mit uns und schließt euch dem Antirassistischen und Feministischen Block an!

Migrantifa Berlin

Frauen, Queers, trans Personen, people on the move und Migrant*innen kämpfen weltweit gegen Faschismus, Kapitalismus und Imperialismus. Von den Frauenstreiks 1917, die in die Oktoberrevolution mündeten, zu den Migrant*innenstreiks der 70er Jahre in den Pierburg und Ford Fabriken, den Streiks der Lesben und Schwulen in Solidarität mit den Bergarbeiter*innen, bis hin zu der Organisierung von Sexarbeiter*innen und den Streiks der Pflegekräften und Erzieher*innen heute. Der internationale Kampftag der Arbeiter*innen muss antirassistisch und feministisch sein!

Wir sehen wie unsere migrantischen Geschwister über 8 Stunden am Tag schuften beim Toilettenreinigen, in der Pflege- und Sorgearbeit, in der Saisonarbeit kniend in Gemüsebeeten, beim Essen ausliefern im Regen und in Fabriken unter gefährlichsten Bedingungen. All das für einen Hungerlohn, oft ohne Pausen, ohne Urlaub und unter katastrophalen Bedingungen. Im schlimmsten Fall führt dies zum Tod, wie bei dem 59-Jährigen Mitarbeiter, der letztes Jahr im Amazon-Lager einen Herzinfarkt erlitt und starb. Dies sind keine Einzelfälle! Der Druck durch an die Arbeit gebundene Aufenthaltstitel und Arbeitgeber die Boni einstreichen sind zwei Seiten der selben Medaille. Wir sagen, es reicht mit dieser Scheiße! Schluss mit der Ausbeutung unserer Arbeit und Körper!

Ganz im Interesse des kapitalistischen Staates wird eine Binarität der Geschlechter wieder gewaltvoll durchgesetzt, um eine gewisse Arbeitsteilung und die damit einhergehende Ausbeutung zu rechtfertigen. Unbezahlte Care-Arbeit bleibt immer noch überwiegend an Frauen hängen und Berufe im Pflege-und Erziehungssektor werden als "feminine und natürliche Tätigkeiten" bezeichnet und somit nicht als wirkliche Arbeit anerkannt. Für maximale Profite werden gezielt Migrant*innen aus dem ökonomisch unterworfenem Ausland angeworben und auch mal monatelang nicht bezahlt. Die Pflegearbeit in unseren profitorientierten Krankenhäusern und Altenheimen würde ohne die beschissen bezahlte Arbeit von Migrant*innen gar funktionieren!

Der Staat schreckt nicht zurück vor Angriffen auf den damals hart erkämpften 8-Stunden Tag, der Abschaffung der Familienversicherung oder vor der Einschränkung des Rechts auf Teilzeitarbeit. Geht's noch? Mal wieder wird dies Frauen, Queers und Migrant*innen am härtesten treffen. Und die Konsequenzen? Gewaltvolle Abhängigkeiten. Denn wenn eine Frau aus finanzieller Not bei ihrem Täter bleibt, oder sich weiter von ihren Arbeitgebern und Kollegen für weniger als das mindeste wie Fleisch behandeln lassen muss, dann nicht aus eigener Entscheidung, sondern weil der Staat ihr keinen anderen Ausweg gibt. Im gleichen Atemzug werden Frauenhäuser und andere Schutzräume für Gewaltbetroffene gekürzt, obwohl Femizide und sexualisierte Gewalt zunehmen. Während unser Kiez kaputt gespart wird, werden Hundert Milliarden in Waffen und Krieg investiert. Wir lassen nicht zu, dass in unserem Kiez Waffen produziert werden und unsere Kinder im Schützengraben landen!

Dass all das jetzt, wo Krieg auf die Tagesordnung rückt beschleunigt wird, ist kein Zufall. Mit der schwächelnden internationalen Position der westlichen Großmächte reagieren sie für ihre Kapitalisten wie schon immer: Mehr Kriege, mehr Ausbeutung, mehr Repression durch Bullen und Justiz, mehr KI-Überwachung, zunehmende Kriminalisierung migrantischer Communities und höhere Mauern für die Festung Europa. Das Selbstbestimmungsgesetz für Transpersonen soll spätestens im Kriegsfall eingeschränkt werden, um jeden Leib der Kriegsmaschinerie zu verfüttern. Rassismus wird instrumentalisiert, um Gesetze zu rechtfertigen, mit denen Niederschlagung jedes Widerstandes, immer brutaler und salonfähiger wird. Alle, die sich weigern sich der Bereicherung der Kapitalisten zu unterwerfen, werden als Gefahr für die Nation markiert.
Communities, die sich gegen Ausbeutung in Deutschland wehren, genauso wie Communities, die sich gegen (post-)koloniale Dominanz in unterdrückten Ländern wehren.

Unsere Kämpfe sind nicht nur verbunden, weil wir für eine bessere Welt für alle kämpfen wollen, sondern auch weil diese Formen der Unterdrückung den gleichen Kapitalisten dienen und wir uns nur gemeinsam im Kampf diesen widersetzen können! Unsere Geschwister auf der ganzen Welt haben es vorgemacht, die Streiks und Blockaden der Arbeiter*innen gegen Genozid, die Proteste in den USA gegen ICE, indigener Protest in Brasilien, die Frauenrevolution in Rojava und die widerständige Palästina-Bewegung. Aus diesem kollektiven Widerstand schöpfen wir Kraft, um für eine bessere Welt zu kämpfen, denn wir wissen es ist möglich! Von Gaza, Libanon, Rojava, Iran bis nach Venezuela, Kuba, Sudan, Philippinen, Myanmar und dem Kongo. Unser Kampf ist und bleibt internationalistisch!

Darum kommt mit uns auf die Straßen am revolutionären 1. Mai. Tragen wir unsere Wut gegen dieses System auf die Straßen und lasst uns gemeinsam kämpfen, Schulter an Schulter für Frieden, Freiheit und Solidarität für alle!

Schließt euch dem Antirassistischen und Feministischen Block an, denn wir wissen:
None of us are free until all of us are free!