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30.04. Walpurgisnacht in Friedrichshain

30.04.2020

von: Rigaer 94
https://de.indymedia.org/…

In der diesjährigen Walpurgisnacht wollen wir unter dem Motto „Gegen die Stadt der Reichen“ als dynamische und bewegliche Masse in Form einer Fahrraddemo die Straßen fluten. Kommt am 30.04 19h in den Friedrichshainer Südkiez. Es wird Ankündigungen und Informationen vor Ort geben. Bringt Musik-Boxen, Schilder und Transparente mit. Bereitet andere kreative Aktionen vor.

Der Grad ist Schmal…

In Zeiten der Pandemie schwafeln Regierungen von Solidarität, Zusammenhalt und Rücksicht, wo sie doch Personen durch die Zwangsauflagen wie der Kontaktsperre vereinsamen, Grenzen schließen und emanzipatorische Projekte sowie Lebensweisen angreifen und zerstören.

Wir müssen uns dem entgegensetzten und trotz des Infektionsrisikos Wege
finden, uns Selbst sowie den Widerstand zu organisieren. Gründe dafür gibt es genu. Die extrem starke Polizeipräsenz in unserer Straße, die vermehrten Naziangriffe im Kiez oder die räumungsbedrohte Liebig34 sind da nur der Anfang. Das Versammlungsverbot, welches auf uns lastet, benutzt die Politik in vielerlei  Hinsicht, Proteste um politisch brisante Themen zu unterbinden.

Liebig34 vor Gericht – nicht mit uns!

Das anarcha-queer-feministische Hausprojekt Liebig34 ist ein Ort, wo Selbstorganisierung Wirklichkeit ist. In einer Welt die durch patriarchale Gewalt dominiert wird, bietet das Hauprojekt in ihrer Organisierung mit ausschließlich Flinta* Personen, eine reale Alternative des Zusammenlebens. Der Gerichtstermin, der eigentlich am 30.04. zur Urteilsverkündung der Räumungsklage hätte stattfinden sollen, wurde nun wie so oft verschoben. Die Gerichte die über unsere Köpfe und die der Hausbewohner*innen hinweg entscheiden, urteilen nicht für Gerechtigkeit sondern für die Unterdrückung von uns allen. Der Entschluss der Behörden, den Termin zu verschieben, ist darauf zurückzuführen, dass seit Wochen, Monaten, bald sogar Jahren ein enormer Druck von Wiederständigen und wütenden Hausbewohnerinnen und solidarischen Mitkämpfenden, auf die Politik ausgeübt wird. Es ist umso wichtiger, dass dieser Druck aufrecht erhalten bleibt und gerade jetzt nicht abklingt. Denn nur so können wir unsere Projekte verteidigen. Wir werden uns weiterhin gegen Gijora Padovicz und anderen dreckigen Investor*innen zur Wehr setzten. Wohnraum ist nach wie vor ein Grundbedürfnis der Menschen und den lassen wir uns nicht von profitgierigen Aasgeiern nehmen. Unsere Stadt wird ausverkauft, das gilt nicht nur für die Liebig. Gemeinsam gegen die Stadt der Reichen.

Deswegen rufen wir zu dezentralen Aktionen in der Walpurgisnacht auf.

Walpurgisnacht – Was ist geplant?

Für uns ist es wichtig die Straßen, trotz der Auflagen, als unsere zu
deklarieren. Wir wollen dies in einer Weise tun, welche in der aktuellen Lage, möglichst vielen Menschen den Raum gibt ihre Meinungen aktiv zu äußern.
In der diesjährigen Walpurgisnacht wollen wir unter dem Motto „Gegen die Stadt der Reichen“  als dynamische und bewegliche Masse in Form einer Fahrraddemo die Straßen fluten. Kommt am 30.04 19h in den Friedrichshainer Südkiez. Es wird Ankündigungen und Informationen vor Ort geben. Bringt Musik-Boxen, Schilder und Transparente mit. Bereitet andere kreative Aktionen vor.
Ziele und Möglichkeiten gibt es genug!

Wir sehen uns auf den Straßen, passt auf euch und auf einander auf.

p.s.
um unter anderem das Infektionsrisiko einzudämmen, vermummt euch und tragt Handschuhe

Für ein selbstbestimmtes Leben und eine befreite Gesellschaft