Polizei will Revolutionäre Demo vor Kottbusser Tor stoppen

Per Auflage will die Polizei die bereits bis zum Oranienplatz als Endkundgebungsort angemeldete Demonstration schon vor dem Kottbusser Tor stoppen. Dagegen erhebt nun das Revolutionäre 1. Mai Bündnis mittels Anwalt Widerspruch beim Gericht. In einer Pressekonferenz hatte die Polizeiführung gestern bereits angekündigt, mittels Kameraüberwachung die Menschenströme innerhalb des Kreuzberger Terrains vollständig überwachen zu wollen. Der Oranienplatz ist in der 30jährigen Tradition des Revolutionären 1. Mai ein historischer Ort. Zahlreiche Demonstrationen haben dort begonnen, und dort begannen vor ein paar Jahren die Kämpfe von einem Protestcamp der Geflüchteten.
Egal welche Knüppel die Polizei uns in den Weg stellt – wie jedes Jahr seit 1997 – am Ende wird am 1. Mai doch immer mit den Füßen abgestimmt! Protestpotential und Unzufriedenheit mit den herrschenden sozialen Verhältnissen lässt sich nicht per Auflagenbescheid und Kommerzialisierung unterbinden.