Aufruf zum Jugendblock

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Jugendblock
Heraus zum revolutionären 1.Mai – Fluchtursachen bekämpfen – Jugend gegen Krieg!
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Aufruf 1. Mai Jugendblock:
Heraus zum revolutionären 1.Mai – Fluchtursachen bekämpfen – Jugend gegen Krieg!

Am 1. Mai diesen Jahres ist es mal wieder soweit. Die traditionelle revolutionäre 1.Mai Demonstration wird von Kreuzberg aus durch Berlin ziehen, dieses Jahr unter dem Motto „Grenzenloser Widerstand gegen Krieg und Kapital, Für die soziale Revolution weltweit!“. Auch wir werden uns an dieser Demonstration beteiligen! Wir schließen uns als Jugendblock, als Plattform für arbeitende und lernende junge Menschen, die ihren Unmut mit den bestehenden Zuständen zum Ausdruck bringen wollen zusammen, denn Gründe für die Teilnahme gibt es derzeit zur Genüge:

Kriege und militärische Auseinandersetzungen finden global statt. Millionen Geflüchtete sind auf dem Weg in ein vermeintlich besseres Leben. Viele Menschen, vor allem Kinder, leiden an Hunger. Neue Fluchtursachen entstehen täglich in globalen Zusammenhängen, unter anderem durch Verteilungsungerechtigkeiten. Kriegerische Auseinandersetzungen, die Ausbeutung von Mensch und Natur und eine erhebliche Schere zwischen Arm und Reich werden begünstigt durch das kapitalistische Wirtschaftssystem. Das Profitinteresse von Konzernen im Kapitalismus zerstört tagtäglich die Lebensgrundlagen von Menschen in ärmeren Regionen der Welt genauso wie in Europa und Deutschland. Rüstungsunternehmen wie Kraus-Maffei Wegmann oder Rheinmetall haben ein Interesse an Krieg. Für sie ist das ein profitables Geschäft. Lebensmittelkonzerne wie Nestle oder Coca Cola sorgen dafür, dass sich besonders in ärmeren Kontinenten die Nahrungs- und Wassersituation verschlechtert. Kriege werden um Rohstoffe und politischen Einfluss geführt, Beispiele dafür sind die Kriege im Kosovo, Afghanistan im Irak und ganz aktuell in Syrien, die statt der versprochenen Stabilität und Demokratisierung, nur unzählige Tote und unermessliches Leid verursacht haben. Das Menschen vor diesen Zuständen fliehen und sich auf die schwierige und gefährliche Reise in die vermeintlich sichere EU machen ist nachvollziehbar und verständlich.

Deutschland mischt bei all dem führend mit. Die Bundesrepublik gibt den Ton an zur Flüchtlingsabwehr in der EU, sie steht an vorderster Front in den Kriegen in Afghanistan und Syrien, und auch hierzulande stehen Kürzungen im Bildungsbereich, bei Löhnen, und die Privatisierung und Streichung von öffentlicher Infrastruktur auf dem Plan.

Allein im Jahr 2015 hat Deutschland bisher nie dagewesene Zahlen von Menschen erlebt, die hier ein Leben in Sicherheit und relativem Wohlstand führen wollen. Neben einer hochgelobten Willkommenskultur, die von vielen Ehrenamtlichen getragen wird und versucht das staatliche Versagen auszugleichen, kommt es zu unzähligen rassistischen Angriffen. Denn anstatt die Kriege auf der Welt zu verurteilen und sich solidarisch mit Geflüchteten zu zeigen, hetzen Parteien wie die AfD und CSU mit rassistischen Parolen. So konnte die AfD bereits mit zweistelligen Wahlergebnissen in viele Landesparlamente einziehen. Täglich werden Flüchtlingsheime und Geflüchtete selbst angegriffen, eine sachliche Debatte rund um Migration und Flucht ist nie das Ziel. Beeinflusst durch ein nationalistisches Weltbild und rechte Propaganda werden alte und neue Feindbilder gepflegt: Flüchtlinge, Migranten, Homosexuelle und Transgender, Juden und Muslime, emanzipierte Frauen und alles was nicht ihren Vorstellungen entspricht.

Dagegen setzen wir uns zur Wehr. Wir wollen ein Bildungssystem, das keine Menschen ausschließt, Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen, die ein eigenständiges Leben ermöglichen und bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen, die hier leben. Ein emanzipiertes und selbstbestimmtes Leben für Alle. Wir wollen eine solidarische Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung! Daher lasst uns gemeinsam laut sein und am 1.Mai für unsere Interessen und gegen Diskriminierung und Krieg auf die Straße gehen.

Wir sehen uns im Jugendblock auf der revolutionären 1.Mai-Demonstration! Unsere Forderungen:

  • Fluchtursachen bekämpfen! Stopp aller Waffenexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr
  • Kostenlose und gleiche Bildung für alle!
  • Ausbildungsplatz im Wunschberuf für jeden!
  • Ein Wirtschaftssystem ohne Ausbeutung und Unterdrückung!
  • Legale Fluchtrouten anstatt Frontex! – eine solidarische Gesellschaft, in der Menschen nicht auf Grund von Hautfarbe, Herkunft, sexueller Identität oder religiöser Zugehörigkeit diskriminiert werden