Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

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Gemeinsamer Aufruf des Bündnisses zum 1. Mai 2015

Heraus zum Revolutionären 1. Mai!
Gegenmacht aufbauen!
Für die soziale Revolution, weltweit!

Weltweit verschlechtern sich die Arbeits- und Lebensbedingungen. In Deutschland steigt seit Jahren die Zahl der Armen, trotz angeblich sinkender Erwerbslosigkeit und auf der anderen Seite extrem wachsendem Reichtum. Mittlerweile besitzen weltweit die 80 reichsten Menschen so viel wie 3,5 Milliarden der ärmsten Menschen. Die soziale Ungleichheit beruht auf der Ausbeutung der Lohnabhängigen im Kapitalismus. Vor allem in der Krise werden nationalistische und rassistische Kräfte gestärkt und lenken vom Klassengegensatz ab.

Gegen steigende Mieten und Verdrängung – Für selbstverwaltete soziale Zentren

In Berlin wie in anderen Städten steigen die Mieten. Bezahlbarer Wohnraum wird in den Innenstadtbezirken immer knapper. Wer sich seine Wohnung nicht mehr leisten kann, wird zwangsgeräumt. Aber es regt sich Widerstand. Gegen die Verdrängung organisieren sich Mieterinnen und Mieter. Viele solidarisieren sich mit den Protesten. Bei Zwangsräumungen blockieren Hunderte die Gerichtsvollzieher und Polizei. Sie erleben, dass sie gemeinsam etwas bewirken können. In diesem Jahr wird der Kampf um den Aufbau eines selbstverwalteten sozialen Zentrums in Berlin als Gegenmacht zum Mietenterror ein zentrales Thema der revolutionären 1.-Mai-Demonstration sein.

Gegen Krise, Krieg & Kapital – Hoch die internationale Solidarität

Im Interesse der Banken und Konzerne zerstört die EU im Süden und Osten Europas und in vielen Ländern Afrikas und Asiens die Lebensgrundlagen der Menschen. Mit Phrasen über „Entwicklungshilfe“ und „Menschenrechte“ werden militärische Interventionen gerechtfertigt, die der Aufrechterhaltung der Ausbeutung dienen und nicht zuletzt die Profite der Rüstungskonzerne sichern.

In ganz Europa kämpfen die Menschen gegen die über sie hereinbrechenden Abbau-, Spar- und Verelendungsprogramme. Diese Verarmungspolitik wird vom deutschen Imperialismus durchgesetzt, der in der EU die eigenen Weltmachtambitionen vorantreibt. Der Hauptfeind in der kapitalistischen EU bleibt das deutsche Kapital.

Mit der internationalistischen Ausrichtung der 1.-Mai-Demonstration solidarisieren wir uns mit den Geflüchteten und den emanzipatorischen Kämpfen in Griechenland, Spanien, der Türkei, in Rojava und anderswo.

Für uns ist klar: Kapitalismus heißt Ausbeutung und Unterdrückung. Wir schließen uns zusammen, denn eine grundsätzliche Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen kann es nur geben, wenn wir uns organisieren und den Kapitalismus abschaffen.