Revolutionärer 1. Mai 2007

Einladung zum Freiräumeblock | März 2007


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Einladung zum 1. Vorbereitungstreffen für den Freiräumeblock auf der revolutionären 1. Mai Demo 2007

Hiermit laden wir alle interessierten Gruppen und Einzelpersonen am 29.3.2007 um 21 Uhr zur Vorbereitung eines Freiräumeblocks auf der revolutionären 1. Mai Demo ins Schnarup Thumby (Scharnweberstraße 38, Friedrichshain) ein.

Freiräumeblock – was soll das sein?
Widerstand braucht Raum. Die Vielfalt und Lebendigkeit einer Stadt, d.h. die Möglichkeiten der Menschen, die in ihr leben hängt mit davon ab, ob autonome Strukturen in ihr gedeihen können. Wohn-, Arbeits- und sonstige Projekte bieten Raum für Kreativität, Ideen und Widerstand.

Im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen in Berlin sind in den letzten Jahren bereits viele Hausprojekte, Wagenburgen oder andere Initiativen der Vertreibungspolitik zu Opfer gefallen oder akut bedroht. Wer nicht zahlen kann oder will, muss gehen. Marginalisierung und Vereinzelung sind die Folge.

Bis auf einige Ausnahmen wird die Situation in der Öffentlichkeit – und teilweise selbst in der „Szene“ - nicht mehr wahrgenommen.

Wir möchten auf der 1. Mai Demo mit einem, von möglichst vielen verschiedenen Menschen getragenen, gemeinsamen bunten und kreativen Block - inklusive eigenen Wagen - verdeutlichen, wie viele Projekte hier noch existieren und um ihr Fortbestehen kämpfen.

Warum auf der revolutionären 1. Mai Demo?
Der 1.Mai ist ein weltweites Symbol für den Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Dazu wurde hier in Berlin ein eigenes kleines Kapitel des Widerstandes mit der Revolte der Kreuzberger Bevölkerung am 1. Mai 1987 geschrieben, das wir nicht vergessen haben. Denn wir vergessen auch nicht, dass alles was jetzt an autonomen Strukturen vorhanden ist, irgendwann mal von Menschen erkämpft wurde.

Dieses Jahr steht die Demonstration unter dem Motto. „G8 angreifen, Kriege verhindern! Kapitalismus abschaffen!“ Das heißt, der 1.Mai steht auch im Zeichen der Anti-G8-Proteste, die sich gegen die Politik der acht mächtigsten kapitalistischen Staaten richten, deren Interessen ganz sicher nicht die unseren sind.

Wir begreifen den Kampf für Freiräume und gegen die Umstrukturierung nicht als Kampf gegen ein isoliertes Phänomen in der Gesellschaft, sondern als ein Symptom des Kapitalismus. Kapitalismus beruht auf Profitmaximierung und Ausbeutung.

Umstrukturierung ist Kapitalismus.

Wo, wenn nicht hier, könnten wir unseren Protest besser auf die Straße tragen?

Wie soll das konkret aussehen?
Wir haben viele Ideen, sind offen für neue Ideen und wir hoffen dass wir sie mit euch auf dem Vorbereitungstreffen austauschen, diskutieren, weiterentwickeln und umsetzen können!

Kommt zahlreich, - denn allein machen sie dich ein!

Kampagne „Kollektive Freiräume verteidigen und erkämpfen“