erstellt am: 27.04.2009
Kulturprogramm am 1. Mai
Neben dem sog. "Myfest" mit zahlreichen Musik-Bühnen von Punk bis Hiphop am 1. Mai gibt es auch wieder das traditionelle Mariannenplatz-Fest ab Nachmittags mit zahlreichen Polit-Ständen und Konzert. Darüber hinaus organisiert eine "AG Kiezkultur von unten" ab 16 Uhr am Kottbusser Tor das "Barrio Antifascista" mit Bands & Showeinlagen. Dort wird auch die katalanische Band "KOP" spielen, deren Sänger Juanra vor einigen Jahren wegen des Vorwurfs der Unterstützung der baskischen Guerrilla ETA im Knast war. Das "Barrio Antifascista" solidarisiert sich öffentlich auf Plakaten mit der 1. Mai Demonstration um 18 Uhr. Außerdem wird es spät nachts noch eine Soliparty "Fight for your rights" für Prozesskosten von Antifa-AktivistInnen im Festsaal Kreuzberg (ebenfalls Nähe Kottbusser Tor) geben.
Das Myfest selbst, teils von Senats- und EU-Gelder gefördert und in Zusammenarbeit mit Quartiersmanagement organisiert, galt immer als umstritten, weil es u.a. in der Vergangenheit dazu diente, Demos am 1. Mai in diesem Kiezareal zu untersagen. Es kam damals zu unangemeldeten Spontandemos gegen faktische Demoverbote, was von den AnwohnerInnen immer mit viel Beifall und Sympathie begrüßt wurde. Den Myfest-OrganisatorInnen, die sich aus verschiedenen Spektren zusammensetzen, wurde unter anderem die Kommerzialisierung vorgeworfen, wie auch die Zusammenarbeit mit der Polizei. Erst in den letzten Jahren kann die Demo auf Grund des hohen öffentlichen Druckes wieder durch das Fest.
Illegale Spontandemo 2006 Plakat "Barrio Antifascista"
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